"Die einzelnen Arbeiten in ihrer dräuenden Uneindeutigkeit akkumulieren zu einer irrealen Gesamtstimmung, in der die Gesetze der Logik wie ausgehebelt erscheinen. Man fühlt sich ein wenig schutzlos hier im Schutzraum. (...) Die Membran ist dünn zwischen Traum und Welt, zwischen Keller und Erdgeschoss. (...) Namenlose Objekte, die grotesk geheimnisvoll im Raum herumstehen, als würden sie schon lange auf bessere Zeiten warten. Das Video einer stürmischen See in der Schleuse zum Fluchtweg, vor deren gewaltiger Kraft wir Menschen uns nur klein und verloren fühlen können."
Auszug aus der Einführungsrede von Vivien Sigmund am 3.4.2025
GEDOK Galerie, Stuttgart
Mit einem Beitrag von Regina Rechsteiner (Autorin, Esslingen): Das Tier in mir.
28.4.–7.5 2022
Das Kellergeschoss unter der Erde ist verborgen und birgt Verborgenes. In der Psychoanalyse steht es für die tiefen Schichten des Unbewussten, für unentdeckte Schätze und versteckte Ressourcen, aber auch für Ängste, negative und nicht erlaubte Gefühle. Der Keller ist ›das dunkle Wesen des Hauses, das Wesen, das an den unterirdischen Mächten teilhat.‹ (Gaston Bachelard).
Vivien Sigmund, Kunsthistorikerin (Stuttgart)
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